Bankfachwirt – Fortbildung

Das Bankgeschäft ist einer der dynamischsten und spannendsten Wirtschaftsbereiche überhaupt. Er ist jedoch auch von stetiger und immer schneller werdender Veränderung geprägt. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge werden hierbei immer komplexer, so dass die Anforderungen an Bankmitarbeiter immer höher werden. Nur wer diese Anforderungen erfüllt, kann die Karriereleiter erklimmen.

Ein sehr gutes Sprungbrett im Bankgewerbe ist Fortbildung zum Bankfachwirt, welche berufsbegleitend durchgeführt werden kann. Voraussetzung für fachliche Qualifizierung ist entweder eine abgeschlossene Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau inklusive zweijähriger Berufspraxis oder aber eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, bei der jedoch drei Jahre Berufserfahrung notwendig sind. Alternativ werden Bewerber auch dann akzeptiert, wenn sie eine mehr als sechsjährige Erfahrung in der Finanzwirtschaft vorweisen können.

Im Rahmen ihrer Weiterbildung erhalten Bankfachwirte Einblick in allgemeine und spezielle wirtschaftliche Zusammenhänge, aber vor allem auch in bankspezifische Belange. Dies ermöglicht vielfältige Einsatzgebiete in der weiteren Berufslaufbahn. So wird man als Bankfachwirt natürlich vorrangig in der Kreditwirtschaft eingesetzt, aber auch Wirtschaftsunternehmen benötigen derartige Fähigkeiten und Kenntnisse.

So sind Bankfachwirte beispielsweise ebenso in der Lage, routiniert Bilanzen auszuwerten und Kreditsachverhalte umfassend zu analysieren. Gleichzeitig ist es ihnen möglich, Rechtsfragen und volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu bewerten, woraus sich dann operative und strategische Handlungsempfehlungen an das Unternehmen ableiten. Bei der Vergabe von Waren- oder Kundenkrediten bewertet man als zuständiger Bankfachwirt zum Beispiel das jeweilige Risiko für das Unternehmen.

Auch innerhalb der Kreditinstitute (Banken, Sparkassen) sind die Aufgabenfelder der Bankfachwirte verschieden. Hauptsächliche Einsatzgebiete sind hierbei die Kundenberatung, sowohl die Beratung privater als auch geschäftlicher Kunden. Im Rahmen dieser Beratung analysieren Bankfachwirte die allgemeine wirtschaftliche Situation ihrer Kunden und sind sowohl für die Vermögensberatung als auch die Kreditvergabe zuständig. Im Rahmen der Vermögensberatung werden die Kunden über klassische Bankprodukte sowie über Wertpapiere und neueste Finanzinnovationen aufgeklärt, die Kreditvergabe erstreckt sich über standardisierte Ratenkredite über Baufinanzierungen bis hin zu gewerblichen Investitionen.

Für all diese Bereiche sind ebenfalls fundierte Kenntnisse der allgemeinen wirtschaftlichen Situation sowie verschiedener Zusammenhänge notwendig. Des Weiteren übernehmen Bankfachwirte die Beratung der Kunden im Rahmen der persönlichen Altersvorsorge. Sie stehen ihren Kunden somit als Ansprechpartner in allen Bereichen ihrer Geldangelegenheiten zur Verfügung. Bankfachwirte arbeiten in diesem Bereich eigenverantwortlich und repräsentieren das Unternehmen oft als Filial- bzw. Gruppenleiter. Bankfachwirte haben gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit dem Anbieten von Finanzdienstleistungen selbstständig zu machen und beispielsweise als Vermögensberater tätig zu sein.

Neben den Aufgabengebieten im Rahmen der Kundenberatung, bei der sich oftmals Innen- und Außendienst abwechseln, können Bankfachwirte aber auch im Background der Kreditinstitute tätig sein. Hier werden sie zum Beispiel in den Bereichen Personalwesen, Controlling und Revision eingesetzt, bei der umfangreiche fachliche Kenntnisse, aber auch Personalführung notwendig sind. Auch in diesem Aufgabenbereich arbeiten Bankfachwirte in der Regel in höheren Ebenen als Gruppen- oder Abteilungsleiter.